Der fbclid-Parameter

Was dieser Parameter genau ist, die Bedeutung für den Datenschutz und wie du damit in Google Analytics umgehst, erfährst du in diesem Beitrag.

Andreas Arndt | 01. September 2021 | Lesezeit: 3 Minuten
fbclid in analytics

Was ist eigentlich der fbclid-Parameter?

Jeder der sich mit dem Traffic seiner Website beschäftigt, hat sicherlich schonmal dieses Bild gesehen mit einer Vielzahl von kryptischen Buchstaben-/Zahlenkombinationen und dem fbclid-Parameter bzw. ein vergleichbarer Parameter von einer anderen Werbeplattform.

Der Parameter dient dazu, den Nutzer, der auf eine Facebook-Anzeige klickt, für den Facebook Pixel auf der Website eindeutig zu kennzeichnen. Informationen über den Nutzer und die gesehene Anzeige sind in diesem Parameter enthalten, der genau wie andere bekannte UTM-Parameter (?utm_campaign=, ?utm_source=, etc. ) durch ein ? an die aufgerufene URL angehängt wird.

Das ist erst mal nichts Schlechtes und sorgt nicht für den gefürchteten Duplicate Content gleiche Webseiteninhalte, erreichbar durch unterschiedliche URL) auf deiner Website, weil Google erkennt, dass es nur Tracking-Parameter sind, allerdings ist es für deine Datenanalyse ein Problem, wenn du Traffic-Quellen und Nutzerverhalten auswerten möchtest und sich alles auf viele gleiche URL mit unterschiedlichen Parametern aufteilt.

Was bedeutet der fbclid-Parameter für den Datenschutz?

Diese Art des Trackings von Facebook sollte an sich unbedenklich sein. Der verschlüsselte Parameter lässt für Außenstehende keine Rückschlüsse über dein Surfverhalten oder deine Facebook-Aktivitäten zu. Er dient lediglich der Kommunikation mit dem Facebook Pixel auf der Zielseite und wenn du Bedenken hast, kannst du einfach dem Facebook Tracking auf der Zielseite nicht zustimmen (sofern die Website sich an die aktuelle DSGVO hält) und musst keine Weitergabe deiner Daten befürchten, da über andere Tools wie Google Analytics keine Aufschlüsselung des Parameters möglich ist.

Für ganz Vorsichtige gibt es sogar ein Chrome-Plugin, das den fbclid-Parameter entfernt, das ist aber eigentlich nicht nötig und wenn wirklich Bedenken bezüglich des Datenschutz bestehen, hilft da ein guter AdBlocker eher weiter.

Click Identifier Parameter auf anderen Plattformen

Nicht nur Facebook verwendet diese Art des Trackings mithilfe eines Click Identifiers. Auch viele weitere große Werbeplattformen, E-Mail-Programme und andere Arbeiten damit. Das heißt, dass auch diese alle eine eigene URL in Google Analytics erzeugen und dadurch die Auswertung erschweren. Einige bekannte sind:

  • LinkedIn: li_fat_id
  • Google: gclid
  • Microsoft Ads: msclkid

fbclid aus Google Analytics entfernen

fbclid und andere Parameter kann man leider nicht ohne weiteres Ausschalten, aber es gibt eine gute Lösung, um sie zu entfernen.

Das geht nicht rückwirkend, also werden deine Daten erst nach der Umsetzung sauber sein, was auch die Vergleichbarkeit mit dem Traffic vorher erschwert.

1. Verwaltung öffnen

Navigiere über das Zahnrad zum Bereich Verwaltung in deinem Google Analytics Account und wähle für die betreffende Datenansicht „Einstellungen der Datenansicht“ aus.

fbclid in analytics

2. Parameter ausschließen

Trage in dem vorgesehenen Feld alle Suchparameter ein, die du ausschließen willst. Am besten schaust du dir deine Landingpages an, wie im ersten Screenshot und identifzierst so alle ungewollten Suchparameter. In unserem Beispiel ist das auch noch ein Parameter, der von unserem Website-Builder erzeugt wird und weitere.

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Über den Autor

Andreas-Werbeagentur-ZweiDigital

Andreas ist Geschäftsführer bei ZweiDigital und unterstützt auch operativ im Bereich Kampagnenmanagement. Seine Insights aus über 10 Jahren E-Commerce teilt er gerne in Workshops und über den ZweiDigital Blog.

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