Technical SEO: 6 Punkte auf die Sie achten müssen

Denkt man an Suchmaschinenoptimierung sind das meistens als Erstes Dinge wie H1 Überschriften, Metabeschreibungen und Bild Alt-Texte. Genauso wichtig ist aber auch technical SEO, also die technische Optimierung, die es den Suchmaschinen Crawlern leicht macht die Seite umfassend zu indizieren.

Unter technical SEO fallen auch technische Änderungen, um die Seite nutzerfreundlich zu gestalten, was ein enorm wichtiger Faktor für das Ranking ist. Nutzerfreundliche Seiten, führen zu geringer Absprungrate und langer Sitzungsdauer. Das sind sehr wichtige Indikatoren für Google.

Punkt 1: Ladezeiten optimieren

Einer der wichtigsten Punkte für die Nutzererfahrung und das Ranking, ist die (mobile) Ladezeit der Webseite. Hier gibt es einige Stellschrauben wie:

  • Caching
  • Cloud Delivery Network (CDN)
  • Bilder komprimieren

In unserem Blogbeitrag zum Thema WordPress Performance finden sich weitere Tipps zur Implementierung.

Punkt 2: Mobile optimieren (AMP)

Google AMP (Accelerated Mobile Pages Project) wurde ursprünglich bereits 2015 eingeführt. Das Projekt basiert auf AMP HTML, einem neuen offenen Framework, das vollständig aus bestehenden Web-Technologien besteht und es ermöglicht, leichte Webseiten zu erstellen. Es bietet die Möglichkeit, eine abgespeckte Version Ihrer aktuellen Webseite bereitzustellen.

Google hat es sich selbst zur Aufgabe gemacht, ein schnelles Internet voranzutreiben. Für WordPress gibt es daher das Google AMP WordPress Plugin. Mehr zu AMP und der Nutzung gibt es hier. 

Punkt 3: Breadcrumbs nutzen

Als Breadcrumbs bezeichnet man eine sekundäre Navigation innerhalb der Seite, die den Pfad bzw. Kategorie-Struktur anzeigt und man so direkt weiß, wo man sich innerhalb der Seite befindet.

Nützlich ist das, um Nutzer einfach in übergeordnete Kategorien zu führen, aber auch, um der Suchmaschine einen besseren Eindruck von der Seite zu geben.

Mittlerweile werden die Breadcrumbs in der Google-Suche angezeigt und können somit die CTR erhöhen. Für WordPress-Seiten können Breadcrumbs z.B. mit dem Schema Pro Plugin integriert werden. Es werden zwar auch von Google automatisch Breadcrumbs in der Suche generiert, mit einem Plugin kann man aber Einfluss darauf nehmen wie diese Struktur aussehen soll.

Punkt 4:  Schema einfügen

Schema hilft Suchmaschinen dabei zu verstehen, was der Inhalt einer Seite ist. Mit klaren Vorgaben geht die Indizierung effizienter und man kann sicher sein, dass der Inhalt richtig eingeordnet wird. 

Diese Implementierung ist für den Nutzer überhaupt nicht sichtbar, sondern betrifft nur den Code der Webseite. Hier werden wichtige Informationen gespeichert wie Kategorie, Schlagworte, Autor, Seitentyp und je nach Seite weitere Infos wie z.B. Bewertungen des Produkts (wichtig für das Anzeigen der Sterne in den Ergebnissen):

Auch hier kann Schema Pro helfen, indem automatisch zugewiesen wird, welche vorhandenen Informationen wie Kategorien, oder Schlagworte, den Breadcrumbs zugeordnet werden. So kann auch rückwirkend mit minimalem Aufwand eine Struktur erstellt werden. 

Punkt 4: Weiterleitungen nutzen

Sie haben ungenutzte Seiten, oder Seiten, die auch nach langer Zeit kaum ranken? Am besten ist es diese Seiten dann weiterzuleiten auf andere die thematisch passen. Diese erhalten dadurch mehr Relevanz und können besser ranken.

Wichtig ist hierbei, dass eine 301 Weiterleitung verwendet wird. Damit geht nahezu 100% des Linkjuice auf die andere Seite über. Für WordPress nutzen wir das Plugin Redirection.

 

Punkt 5: Https und eindeutige URLs

Wichtig um Duplicate Content zu vermeiden ist es, dass URLs immer eindeutig sind, das heißt, dass die URL einer Seite entweder immer mit oder ohne / am Ende erreichbar sind und die entsprechend andere Version weiterleitet. Gleiches gilt für die http-Version einer Seite, diese sollte per 301-Weiterleitung zur https-Version führen. 

Heutzutage sollte jede Seite nur über https erreichbar sein, damit das Schloss im Browser angezeigt wird, statt „nicht sicher“. Google bevorzugt Seiten mit SSL-Zertifikat. 

Punkt 6: Sitemap und Robots.txt

Eine Sitemap ist eine Datei, welche die einzelnen Unterseiten einer Webseite auflistet, um Google und anderen Suchmaschinen über die Struktur des Inhalts einer Webseite zu informieren. Web-Crawler von Suchmaschinen wie Googlebot lesen diese Datei, um eine Webseite intelligenter zu crawlen.

Die Robots.txt enthält Anweisungen an Suchmaschinen, welche Seiten indexiert werden sollen. Durch sie können irrelevante Seiten ausgeschlossen werden, die nicht in der Suche auftauchen sollen. Beispielsweise die Danke-Seite nach Formularübermittlung, die Datenschutzerklärung und Login-Seiten nur für Mitglieder.

Mit dem WordPress Plugin Yoast SEO lassen sich diese Dateien schnell erstellen. In der Google Search Console sollte die Sitemap dann noch hinterlegt werden, um Google zu informieren, wie die Seite zu crawlen ist. 

Fazit

Durch Technical SEO kann man leicht einige Verbesserungen an der Seite vornehmen, die direkten Einfluss auf die Suchplatzierung haben und im Gegensatz zu Content basiertem SEO ohne zu großen Aufwand implementiert werden können.

Um die Effekte aller SEO Maßnahmen nachverfolgen zu können, empfehlen wir unser Google Analytics SEO Dashboard, das Sie einfach mit einem Klick in Ihr Analytics importieren können.

 

Hilfreiche Links:

SEO Tipps 

SEO Dashboard für Google Analytics

Ladezeiten bei WordPress optimieren

 

Über den Autor

Andreas ist Geschäftsführer von ZweiDigital und kennt sich im E-Commerce bestens aus. Acht Jahre hat er einen Onlineshop geführt und ist Spezialist, was Kampagnenmanagement angeht.

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