Das erwartet euch
Offene Stellen veröffentlichen und darauf hoffen, dass die richtigen BewerberInnen von selbst darauf stoßen? Gerade bei gefragten Fachkräften reicht das häufig nicht aus. Social Recruiting setzt genau hier an: Unternehmen sprechen potenzielle KandidatInnen dort an, wo sie ohnehin täglich Inhalte konsumieren, Kontakte pflegen und sich über Unternehmen informieren.
Über Plattformen wie Instagram, Facebook, LinkedIn oder TikTok könnt ihr nicht nur aktiv Jobsuchende erreichen. Ihr könnt auch Personen ansprechen, die aktuell nicht auf Stellenportalen suchen, aber grundsätzlich offen für einen Wechsel sind.
Damit wird Social Recruiting zu einem wichtigen Baustein einer modernen Recruiting Strategie. Wir als Performance Marketing Agentur betrachten Social Recruiting deshalb nicht als einzelne Stellenanzeige im Feed. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Zielgruppe, Plattform, Creative, Bewerbungsprozess, Tracking und laufender Optimierung.
Was ist Social Recruiting?
Social Recruiting bezeichnet die gezielte Gewinnung von BewerberInnen über soziale Netzwerke. Unternehmen nutzen organische Inhalte und bezahlte Social Ads, um offene Stellen sichtbar zu machen, ihre Arbeitgebermarke zu stärken und InteressentInnen in einen möglichst einfachen Bewerbungsprozess zu führen.
Der Unterschied zu klassischen Jobportalen liegt vor allem in der Ansprache. Auf einem Stellenportal suchen NutzerInnen bereits aktiv nach einem neuen Job. Auf Social Media erreicht ihr zusätzlich Menschen, die gerade durch ihren Feed scrollen und noch gar nicht konkret an eine Bewerbung gedacht haben.
Genau deshalb muss eine Recruiting Ad anders funktionieren als eine klassische Stellenanzeige. Sie muss innerhalb kurzer Zeit Interesse wecken und einen klaren Grund liefern, sich näher mit eurem Unternehmen oder der Position zu beschäftigen.
7 Schritte für mehr passende Bewerbungen
1. Definiert eure Zielgruppe so konkret wie möglich
Erfolgreiches Social Recruiting beginnt nicht im Werbeanzeigenmanager, sondern mit einer klaren Vorstellung davon, wen ihr eigentlich sucht.
Fragt euch deshalb vor dem Kampagnenstart:
- Welche Qualifikationen sind für die Stelle wirklich notwendig?
- In welcher Region sollen KandidatInnen leben?
- Welche Berufserfahrung ist relevant?
- Welche Bedürfnisse und möglichen Wechselmotive hat eure Zielgruppe?
- Welche Argumente könnten KandidatInnen von einem Wechsel überzeugen?
Besonders wichtig ist die Trennung zwischen Anforderungen und Benefits. Ein Führerschein, eine bestimmte Ausbildung oder Berufserfahrung können Voraussetzungen sein. Flexible Arbeitszeiten, Homeoffice, Weiterbildungsmöglichkeiten oder ein attraktives Gehalt sind dagegen Argumente, mit denen ihr Aufmerksamkeit erzeugen könnt.
Je genauer ihr eure WunschbewerberInnen versteht, desto einfacher lassen sich Botschaften und Creatives entwickeln, die tatsächlich relevant wirken.
2. Wählt die passende Social Media Plattform
Nicht jede Stelle gehört automatisch auf jede Plattform. Für erfolgreiches Social Recruiting solltet ihr euch danach richten, wo eure potenziellen KandidatInnen aktiv sind und welches Umfeld zur Position passt.
Meta: Facebook und Instagram bieten eine große Bandbreite an NutzerInnen und visuellen Formaten. Besonders für lokale Stellen, Ausbildungsplätze, operative Berufe oder Positionen mit breiteren Zielgruppen sind das gute Plattformen.
LinkedIn: Die Plattform eignet sich besonders für berufliche Zielgruppen, B2B Unternehmen, Fachkräfte und spezialisierte Positionen. Als LinkedIn Ads Agentur setzen wir die Plattform vor allem dann ein, wenn beruflicher Kontext und Qualifikation bei der Ansprache eine zentrale Rolle spielen.
TikTok: Die Plattform kann spannend sein, wenn ihr jüngere Zielgruppen erreichen möchtet und eure Arbeitgebermarke authentisch über kurze Videos transportieren könnt. Inhalte müssen sich an der Plattform orientieren und sollten nicht wie klassische Stellenanzeigen aussehen.
Social Recruiting Plattformen im Überblick
| Plattform | Besonders interessant für | Geeignete Inhalte |
|---|---|---|
| breite und jüngere Zielgruppen | Reels, Stories, MitarbeiterInnen Content | |
| lokale Zielgruppen und breite Berufsfelder | Videos, Bilder, Lead Kampagnen | |
| Fachkräfte, B2B, spezialisierte Positionen | ExpertInnen Content, Videos, Job Ads | |
| TikTok | junge Zielgruppen, Ausbildung, Employer Branding | authentische Kurzvideos, Einblicke in den Arbeitsalltag |
3. Entwickelt Creatives, die einen echten Grund zum Stoppen liefern
Im Social Recruiting konkurriert eure Stellenanzeige nicht nur mit anderen Unternehmen. Sie konkurriert mit Reels, Memes, Nachrichten, CreatorInnen und dem gesamten restlichen Feed.
Die Creatives muss deshalb sofort verständlich machen, warum die Stelle relevant ist. Eine austauschbare Aussage wie „Wir suchen dich“ reicht dafür meistens nicht aus.
Stärker sind konkrete Botschaften. Nennt zum Beispiel die Position, den Standort und einen zentralen Benefit direkt im ersten sichtbaren Bereich. In Videos sollte die Kernaussage möglichst früh erscheinen. Zeigt außerdem echte Arbeitsplätze, KollegInnen, Aufgaben und Situationen aus dem Alltag.
Authentischer Content kann dabei besonders wertvoll sein. MitarbeiterInnen können selbst erklären, was ihren Job ausmacht, wie das Team arbeitet oder warum sie gerne im Unternehmen sind.
Wenn ihr stärker mit authentischem Creator Content arbeiten möchtet, findet ihr auf unserer UGC Seite weitere Ansätze.Â
4. Kommuniziert Benefits konkretÂ
„Tolles Team“, „flache Hierarchien“ und „spannende Aufgaben“ stehen inzwischen in unzähligen Stellenanzeigen. Solche Aussagen bleiben abstrakt und helfen BewerberInnen kaum bei ihrer Entscheidung.
Besser ist es, Benefits so konkret wie möglich zu formulieren.
Statt nur „flexible Arbeitszeiten“ zu nennen, könnt ihr erklären, wie flexibel Arbeitsbeginn und Arbeitsende tatsächlich sind. Statt „gute Entwicklungsmöglichkeiten“ könnt ihr beschreiben, welche Weiterbildungen angeboten werden oder welche Entwicklungsschritte möglich sind.
Das Gleiche gilt für eure Arbeitgebermarke. Ein konsistenter Markenauftritt schafft Wiedererkennung und sorgt dafür, dass Recruiting Ads, Karriereseite und Social Media Profile zusammenpassen. Mehr dazu findet ihr in unserem Beitrag über Brand Consistency in sozialen Medien.
4. Kommuniziert Benefits konkretÂ
„Tolles Team“, „flache Hierarchien“ und „spannende Aufgaben“ stehen inzwischen in unzähligen Stellenanzeigen. Solche Aussagen bleiben abstrakt und helfen BewerberInnen kaum bei ihrer Entscheidung.
Besser ist es, Benefits so konkret wie möglich zu formulieren.
Statt nur „flexible Arbeitszeiten“ zu nennen, könnt ihr erklären, wie flexibel Arbeitsbeginn und Arbeitsende tatsächlich sind. Statt „gute Entwicklungsmöglichkeiten“ könnt ihr beschreiben, welche Weiterbildungen angeboten werden oder welche Entwicklungsschritte möglich sind.
Das Gleiche gilt für eure Arbeitgebermarke. Ein konsistenter Markenauftritt schafft Wiedererkennung und sorgt dafür, dass Recruiting Ads, Karriereseite und Social Media Profile zusammenpassen. Mehr dazu findet ihr in unserem Beitrag über Brand Consistency in sozialen Medien.
5. Macht die Bewerbung so einfach wie möglich
Eine starke Recruiting Ad bringt wenig, wenn der Bewerbungsprozess danach unnötig kompliziert wird.
Gerade auf dem Smartphone sollte der Weg von der Anzeige bis zur Bewerbung möglichst kurz sein. Prüft deshalb kritisch, welche Informationen ihr im ersten Schritt wirklich benötigt.
Je niedriger die Einstiegshürde ist, desto einfacher können InteressentInnen reagieren. Gleichzeitig solltet ihr die Qualität der Bewerbungen im Blick behalten. Qualifizierende Fragen können helfen, zentrale Anforderungen bereits früh abzufragen.
Auf Meta können dafür beispielsweise integrierte Lead Formulare eingesetzt werden. Wie ihr diese gezielt für Recruiting Kampagnen nutzen könnt, zeigen wir ausführlich in unserem Beitrag BewerberInnen durch Meta Lead Ads für Jobs finden.
6. Verbindet Social Recruiting mit Employer Branding
Social Recruiting endet nicht bei der Ad. Bevor sich KandidatInnen bewerben, möchten sie häufig mehr über das Unternehmen erfahren.
Wie präsentiert sich das Unternehmen auf Social Media? Welche Inhalte erscheinen auf Instagram, LinkedIn oder TikTok? Sind echte MitarbeiterInnen zu sehen? Wie wird über den Arbeitsalltag gesprochen? Wirkt die Kommunikation glaubwürdig?
Deshalb sollten Recruiting und Employer Branding zusammengedacht werden. Organische Inhalte schaffen Vertrauen, während Social Ads gezielt Reichweite für konkrete Stellen erzeugen können.
Nicht jeder Content muss unmittelbar eine Bewerbung auslösen. Ein Einblick in den Arbeitsalltag, ein kurzes Teamvideo oder ein Beitrag über Weiterbildung kann trotzdem beeinflussen, wie eure nächste Recruiting Anzeige wahrgenommen wird.
7. Messt nicht nur Bewerbungen, sondern deren Qualität
Viele Social Recruiting Kampagnen werden zu oberflächlich bewertet. Eine hohe Anzahl an Leads sieht im Reporting zunächst gut aus. Entscheidend ist aber, was nach der Bewerbung passiert.
Definiert deshalb vor dem Kampagnenstart, welche Kennzahlen für euch wirklich relevant sind. Dazu können gehören:
- Anzahl der Bewerbungen
- Kosten pro Bewerbung
- Anteil qualifizierter Bewerbungen
- Anzahl der Einladungen zu Gesprächen
- Anzahl der Einstellungen
- Kosten pro Einstellung
Social Recruiting Schritt für Schritt
Für eure erste Social Recruiting Kampagne könnt ihr euch an diesem Ablauf orientieren:
- Definiert die offene Position und die wichtigsten Anforderungen.
- Legt eure WunschbewerberInnen und mögliche Wechselmotive fest.
- Wählt die passende Social Media Plattform aus.
- Priorisiert eure stärksten Botschaften und Benefits.
- Produziert mehrere Creative Varianten.
- Erstellt einen möglichst einfachen Bewerbungsprozess.
- Startet die Kampagne und prüft das Tracking.
- Gleicht die Bewerbungsqualität regelmäßig mit eurem Recruiting Team ab.
- Optimiert Creatives, Budget und Ansprache anhand der Ergebnisse.
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Social Recruiting funktioniert besonders gut, wenn Marketing und Recruiting eng zusammenarbeiten. Das Performance Team sieht, welche Anzeigen Bewerbungen erzeugen. RecruiterInnen können bewerten, welche Bewerbungen tatsächlich relevant sind. Erst aus beiden Perspektiven entsteht eine sinnvolle Optimierung.
Fazit: Social Recruiting ist mehr als eine Stellenanzeige im Feed
Social Recruiting bietet euch die Möglichkeit, potenzielle BewerberInnen aktiv über Social Media zu erreichen und den Recruiting Prozess messbarer zu machen. Der Erfolg hängt aber nicht allein von der Reichweite einer Plattform ab.
Entscheidend sind eine klare Zielgruppe, relevante Botschaften, authentische Creatives, ein einfacher Bewerbungsprozess und die Bewertung der tatsächlichen Bewerbungsqualität. Wer diese Faktoren miteinander verbindet, kann Social Media zu einem nachhaltigen Recruiting Kanal entwickeln.Â
FAQ
Was ist Social Recruiting?
Social Recruiting bezeichnet die Gewinnung neuer MitarbeiterInnen über soziale Netzwerke wie Instagram, Facebook, LinkedIn oder TikTok. Dabei können sowohl organische Inhalte als auch bezahlte Recruiting Ads eingesetzt werden.
Welche Social Media Plattform eignet sich am besten für Social Recruiting?
Das hängt von eurer Zielgruppe und der offenen Position ab. LinkedIn kann sich besonders für Fachkräfte und B2B Positionen eignen. Instagram und Facebook ermöglichen die Ansprache breiter Zielgruppen. TikTok kann vor allem bei jüngeren KandidatInnen und für authentisches Employer Branding interessant sein.
Was ist der Unterschied zwischen Social Recruiting und klassischen Jobportalen?
Auf klassischen Jobportalen erreicht ihr vor allem Menschen, die bereits aktiv nach einer neuen Stelle suchen. Social Recruiting ermöglicht zusätzlich die Ansprache von Personen, die momentan nicht aktiv suchen, aber grundsätzlich offen für ein attraktives Jobangebot sein können.
Welche Inhalte funktionieren beim Social Recruiting?
Besonders wichtig sind schnell verständliche und authentische Inhalte. Zeigt die konkrete Position, wichtige Benefits, echte MitarbeiterInnen und Einblicke in den Arbeitsalltag. Videos, Reels und kurze Statements aus dem Team können dabei helfen, eure Arbeitgebermarke greifbarer zu machen.
Wie funktioniert eine Social Recruiting Kampagne?
Zunächst definiert ihr eure Zielgruppe und die wichtigsten Argumente für die offene Stelle. Danach wählt ihr eine passende Plattform, erstellt verschiedene Recruiting Creatives und führt NutzerInnen in einen einfachen Bewerbungsprozess. Anschließend werden die Ergebnisse ausgewertet und Kampagnen anhand der Bewerbungsqualität optimiert.
Wie viel kostet Social Recruiting?
Die Kosten hängen unter anderem von der Position, Zielgruppe, Region, Plattform und Konkurrenzsituation ab. Statt ausschließlich auf das Werbebudget zu schauen, solltet ihr deshalb vor allem die Kosten pro qualifizierter Bewerbung und langfristig die Kosten pro Einstellung bewerten.
Lohnt sich Social Recruiting auch für kleine und mittelständische Unternehmen?
Ja. Gerade Unternehmen, die lokal nach MitarbeiterInnen suchen oder über klassische Jobportale nur wenige passende Bewerbungen erhalten, können mit Social Recruiting zusätzliche KandidatInnen erreichen. Wichtig sind ein realistisches Budget, eine klare Positionierung und ein einfacher Bewerbungsprozess.
Wie messt ihr den Erfolg von Social Recruiting?
Die Anzahl der Bewerbungen ist nur eine Kennzahl. Zusätzlich solltet ihr prüfen, wie viele BewerberInnen tatsächlich geeignet sind, zu Gesprächen eingeladen werden und eingestellt werden. So könnt ihr beurteilen, welche Kampagnen wirklich zum Recruiting Erfolg beitragen.