Pinterest Conversion Tracking einrichten und prüfen

Damit der Erfolg einer Kampagne auch richtig beurteilt werden kann und das Budget optimal genutzt wird, ist ein korrekt eingerichtetes Tracking unverzichtbar. Nachfolgend sind die wichtigsten Punkte zum Thema Pinterest-Tracking und der Einrichtung erläutert.

Pinterest Tracking Tag mit Plug-in einbinden

Der einfachste und schnellste Weg, um Pinterest Conversions zu tracken, ist die Einbindung per Plug-in. Viele große Shopsysteme bieten fertige Lösungen an; wir haben unsere Plug-ins, die wir für unsere Kunden nutzen, trotzdem aufgelistet:

Shopware Pinterest Tag

Magento Pinterest Tag

WooCommerce Pinterest Tag

Shopify Pinterest Tag

Für viele weitere Shopsysteme gibt es ebenfalls Plug-ins. Andernfalls kann man, wie bei einer Webseite mit Lead-Fokus, das Pinterest Tag auch per Tag Manager einbauen. Wie erklären wir hier: 

shopware pinterest tracking

Pinterest Tag mit dem Google Tag Manager einrichten

Die Einrichtung des Pinterest Trackings über den Google Tag Manager ist einfach und bietet mehr Flexibilität als die Nutzung eines Plugins. Allerdings benötigt man Kenntnisse über den Code der Webseite, wenn man die Variablen für die Events richtig nutzen möchte, daher ist für die meisten Shops – sofern vorhanden – ein Plug-in die richtige Wahl. 

Möchte man zusätzlich noch Events erfassen, die das Plug-in nicht abbildet, kann man zusätzlich noch die Tag-Manager Installation vornehmen. So fällt die Installation des Basis-Code weg und man erstellt direkt Events.

Schritt 1: Pinterest Tag Basis-Code installieren

Über die Option „neu“ kann Pinterest als vordefiniertes Tag ausgewählt werden. Die möglichen Optionen sind bereits voreingestellt. Für den Basis-Code muss nur die Tag-ID eingetragen werden. Diese findet man im Werbekonto unter Anzeigen -> Conversion.

Das Feld „Hashed Email“ würde die E-Mail-Adresse des Nutzers erfassen. Zwar wird diese verschlüsselt, aber im Hinblick auf die DSGVO ist auch das bedenklich. Mehr dazu in diesem Post im Abschnitt „Enhanced Match“. Ebenfalls sollte die Funktion „Enable Automatic Enhanced Match“ deaktiviert sein.

Im ersten Schritt wählt man „Base Code only“ und den Trigger „All Pages“

Durch den Haken bei „Enable Metadata Enrichment“ können Produktkataloge automatisch erfasst und aktualisiert werden. Trotzdem empfiehlt sich hier ein Feed-Export, um die Inhalte auch wirklich selbst im Blick zu haben.

pinterest tracking google tag manager 1

 Schritt 2: Pinterest Tag Event-Code installieren

Es gibt verschiedene Events, die Pinterest unterstützt. Diese sind zwar weniger als bei Facebook, aber die wichtigsten Ereignisse lassen sich damit abbilden. Zudem kann man auch Custom Events anlegen, um zum Beispiel den Check-out Funnel besser abzubilden:

  • PageVisit
  • AddToCart
  • Checkout
  • Lead
  • Signup
  • Search
  • ViewCategory
  • Custom

Für die Events legt man ein neues Tag an, genau wie unter Schritt 1 den Basis-Code erklärt, und wählt stattdessen das Event, das erfasst werden soll aus.

Die Parameter:

Die Parameter sollten nach Möglichkeit alle ausgefüllt werden. Besonders wichtig, damit das Remarketing per Katalog funktioniert, ist die „Product ID“.

Je nach Webseite und Shopsystem unterscheiden sich die Bezeichnungen der Variablen für die Werte.

Es müssen Variablen angelegt werden, um die Felder zu befüllen. Die Werte der Variablen bezieht man aus der Datenschicht. Mit dem Vorschau-Modus des GTM kann man sehen, welche Datenschicht-Variablen auf der Webseite bereits gesendet werden. Durch das richtige Setup von anderen Tracking-Codes, wie dem Facebook Pixel oder dem Google Analytics E-Commerce Tracking, sind diese Variablen möglicherweise sowieso vorhanden und können für das Pinterest-Tag genutzt werden.

pinterest checkout conversion tag

Damit das jeweilige Event korrekt gesendet wird, muss es nach dem Basis-Code gesendet werden. Das lässt sich über die erweiterten Einstellungen festlegen:

pinterest tracking google tag manager 3

Tracking prüfen mit dem Pinterest Tag Helper

Wenn das Tracking integriert wurde, muss es noch überprüft werden. Am besten geht das mit dem Pinterest Tag Helper, der ähnlich wie der Facebook Pixel Helper alle Events zeigt, die gerade auf einer Seite ausgelöst werden. Dort sieht man genau, welche Parameter gesendet werden und ob es Fehler oder Warnungen gibt.

Hier im Beispiel sieht man die Warnung, dass die Kategorie nicht mitgesendet wird. Das kann aber vernachlässigt werden: Solange die Artikelnummer übermittelt wird reicht es aus, um Retargeting mit Katalog-Anzeigen zu schalten. Möchte man allerdings Kunden Produkte aus der Kategorie X anzeigen, die sich Kategorie Y angeschaut haben, wäre die Übermittlung der Kategorie auch sinnvoll.

pinterest tag helper

Tracking prüfen mit dem Pinterest Tag „Ereignisverlauf“

Eine zusätzliche Möglichkeit, um alle Events inklusive der enthaltenen Parameter zu prüfen, ist der Ereignisverlauf. Unter dem Menüpunkt Anzeigen -> Eventmanager findet man den Ereignisverlauf.

Dort werden alle Events der letzten 24 Stunden, und auch der Enhanced Match -Status für jedes Event angezeigt. So kann man immer schnell sehen, ob das Tracking technisch noch funktioniert, ohne z. B. Testkäufe durchzuführen.

    pinterest event manager
    pinterest tracking überprüfen

    Pinterest Tag Enhanced Match und DSGVO

    Jedes Event enthält eine „Enhanced Matching“ Funktion: Eine Zuordnung über die E-Mail-Adresse, wenn kein Cookie-Tracking möglich ist, was das Targeting und die Erfolgsmessung verbessert.

    Die Adressen müssen per Data Layer im Google Tag Manager und dem entsprechenden Event, oder mit dem von Pinterest zur Verfügung gestellten Javascript übermittelt werden. Beispielsweise in Formularen oder im Bestellabschluss kann so eine  E-Mail-Adresse übermittelt werden.

    Pinterest legt Wert auf den Datenschutz, denn E-Mail-Adressen werden gehasht (anhand von SHA-256)  also verschlüsselt. Es wird aber geprüft, ob die Adresse zu einem Pinterest Konto gehört und danach wieder gelöscht.

    Als Agentur können wir leider keine Rechtsberatung in Bezug auf das korrekte Tracking anbieten, allerdings ist es fraglich, ob sich mit der strengeren Auslegung der DSGVO die Implementierung des Enhanced Matching umsetzen lässt. Zumindest für die Events, die keinen Login und „explizite Zustimmung zur Verwendung der Mailadresse zu Marketingzwecken“ erfordert, ist das fraglich. Die Funktion sollte, sofern sie genutzt wird, aber definitiv in der Datenschutzerklärung erwähnt werden.

    Fazit

    Pinterest bietet ein sehr gutes Tracking mit dem Conversion-Tag an, dass sich ähnlich wie das Facebook Tracking leicht einrichten lässt. Wünschenswert wären einige weitere Standard-Events, um den Conversion-Funnel noch besser abzubilden.

    Wichtig ist,  die Funktion regelmäßig zu prüfen, wofür der Ereignisverlauf bestens geeignet ist. Für die Kontrolle eines einzelnen Events kann der Conversion Tag Helper genutzt werden.

    Über den Autor

    Simon ist Kampagnenmanager und schaut auch gerne über den Tellerrand hinaus, indem er Kunden ganzheitlich berät. Angefangen von überzeugenden Produktbeschreibungen bis hin zum richtigen Versanddienstleister.

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