Unsere Tipps zu Facebook Lead Ads

Wir schalten für unsere Kunden oft Facebook Lead Ads. Hier gibt es in der Regel zwei Anwendungsfälle.

1. Das Produkt ist eine Dienstleistung wie Krankenkassentarife, Bauspardarlehen etc. und der Kontakt zum Interessenten steht im Fokus.

2. Das Produkt ist erklärungsbedürftig bzw. der Kunde muss überzeugt werden und die Lead Ad ist eine Funnel Stufe vor dem eigentlichen Kauf.

Das sind die Punkte, die wir immer bei der Erstellung von Lead Anzeigen beachten. 

Facebook Lead Ads allgemein

Beim Anlegen der Werbeanzeige wird man von Facebook durch die einzelnen Schritte geführt. Direkt zu Beginn kann man wählen, ob man mehr Wert auf Volumen legt, oder ob man möchte, dass sich die Personen intensiver mit der Anzeige auseinander setzen bevor Sie Ihre Daten senden.

In der Regel ist die Wahl „Höheres Volumen“ die richtige. Ansonsten wird nur noch ein weiterer Schritt eingefügt, bei dem der Kunde seine Daten noch mal sieht, bevor er das Formular absendet. Das kann bei langen Formularen sinnvoll sein; im Normalfall wird es sich aber ohnehin nur um die Mail-Adresse ggf. den Name und Telefonnummer handeln.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass es deutlich besser ist, die Leads im Nachgang zu qualifizieren, da durch das Double-Opt-In Verfahren viele Leads rausfallen, die kein echtes Interesse haben. 

Facebook Lead Ads erstellen

Das Angebot sollte kostenlos sein

Wir verwenden Facebook Lead Ads nur für Angebote, die kostenlos sind, da die Daten bzw. der direkte Kontakt zum Kunden im Vordergrund stehen. Für Lead Ads eignen sich vor allem:

 

  • Anmeldungen für Newsletter
  • Leseproben
  • Webinare
  • Individuelle Angebote, durch die die Kunden sparen 
Facebook Lead Ads Beispiele

Weniger ist mehr

Wie viele Daten sind nötig, damit der Lead qualifiziert ist? Oft wird noch nach Namen oder Telefonnummer gefragt, auch wenn das eigentlich nicht nötig ist. Wenn die Lead Ad auf ein Webinar oder einen Test des Produktes abzielt, geht es ja darum, dass der Kunde sich damit beschäftigt und die Vorzüge erkennt. Dann ist die E-Mail Adresse völlig ausreichend.

E-Mail statt Telefonnummer

Die Kunden Hemmschwelle ist um einiges höher, eine Telefonnummer anzugeben, als es bei einer E-Mail Adresse der Fall ist. Es ist also sinnvoll auf die Telefonnummer im ersten Schritt zu verzichten oder diese zunächst nicht abzufragen. Wenn es nicht anders geht kann man sie zumindest als weitere Optional eintragen lassen. 

Den Wert des Produktes herausstellen

Das hört sich für eine Werbeanzeige erst mal selbstverständlich an, es kommt aber auf die richtige Formulierung an. Geht es  um einen Newsletter, sollte man nicht in den Vordergrund stellen, dass es sich um einen Newsletter handelt, sondern um den Mehrwert, den er bringt.

Ein Beispiel dafür: „Erhalten Sie jetzt alle wirklich relevanten News rund um Social Media Advertsing kurz und knapp zusammengefasst“

Anstatt „Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig mit relevanten News rund um Social Media Advertising.“

Direkte Reaktion auf einen neuen Lead

Es gibt etliche Studien zu dem Thema der Reaktion auf Neukundenkontakte. Immer wieder kommen diese zu dem Ergebnis, dass eine schnelle Reaktion die Erfolgschancen drastisch erhöht. Am besten automatisiert man daher Lead Ads durch die Verbindung mit Mailchimp. Hier kann man festlegen, welche E-Mail direkt nach Eintragung in den Verteiler versendet werden sollen. Mehr Informationen dazu gibt es in unserem Blogbeitrag zu Mailchimp.

Option für den direkten Kontakt

Manche Kunden werden zwar Interesse an dem Angebot haben, scheuen aber dennoch den Kontakt über Facebook. Daher sollte man im Beschreibungstext des Lead-Formulars und auch in der abschließenden Bestätigung immer die Möglichkeit zur direkten Kontaktaufnahme per Mail geben, oder einen Link zur Webseite einbinden..

Datenschutz bedenken

Damit die Adressen auch genutzt werden dürfen, muss man diese per Double-Opt-In bestätigen. Durch die Verbindung mit Mailchimp kann man hier ganz einfach automatisiert E-Mails mit dem Bestätigungslink versenden. Ohne diese dürfen Sie den Kunden nicht kontaktieren! Leider bietet Facebook von Haus aus keine Möglichkeit, Double-Opt-Ins zu nutzen.

Zapier nutzen

Wie in unserem Blogbeitrag zu Zapier auch beschrieben, kann dieses Tool sehr gut zur Automatisierung von Lead Ads genutzt werden. Zum einen können damit alle Leads und die abgefragten Daten in ein Google-Sheet übertragen werden, zum anderen kann damit auch die Verbindung zu Mailchimp herstellen. So werden alle neuen Leads automatisch in den Mailchimp Verteiler aufgenommen und Opt-In, Begrüßungsmail oder der Content, für den sich der Kunde angemeldet hat, können direkt verschickt werden.

Gezieltes Retargeting

Retargeting über eine Custom Audience

Nicht alle Personen, die die Anzeige öffnen, werden auch Ihre Daten hinterlassen. Damit diese doch noch überzeugt werden, kann man eine Custom Audience aus den Personen, die es getan haben, bilden und nochmal eine gezielte Anzeige aufsetzen.

Retargeting auf einer anderen Plattform 

Hat man die E-Mail Adressen eines Kunden erhalten, so kann man gezielte Anzeigen auch auf anderen Plattformen schalten, um mit diesen nochmals Kontakt aufzunehmen. LinkedIn, Pinterest und Google bieten alle Optionen, um solche Kundenlisten als Zielgruppen anzulegen.

Facebook Lead Ads optimieren

Fazit

Unser Tipp: Facebook Lead Ads sind eine ausgezeichnete Möglichkeit, um den Kunden auf einen Kauf vorzubereiten oder den Erstkontakt herzustellen.

Durch die gesammelten E-Mail Adressen können hochperformante Lookalike Audiences auf Facebook erstellt werden, um Personen mit ähnlichen Interessen zu finden.

Besonders wichtig dabei ist das Double-Opt-In Verfahren anzuwenden, damit die gesammelten Adressen DSGVO konform genutzt werden können.

Über den Autor

Philipp Reittinger

Philipp ist Geschäftsführer von ZweiDigital und absoluter Social Media Profi. Mit seinem Live-Stream Konzept Places - A Musical Journey ist er auch in eigener Sache immer auf Facebook und Instagram präsent.

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