10 Praxis Tipps fĂŒr deine Facebook Ads

Eine gute Facebook Ad ist meistens das Ergebnis mehrerer Tests. Mit unseren 10 Tipps packst du an den richtigen Stellschrauben an.

Seien wir mal ehrlich: Man könnte ein ganzes Studium ĂŒber Facebook Ads machen. Schließlich beinhalten Facebook Ads, mal abgesehen von allen technischen Aspekten im Business Manager, auch die große Kunst der Werbung an sich. Und diese ist – wie alles andere auch – besonders im Internet im stetigen Wandel.

Wir als Facebook Agentur haben uns deshalb auf die 10 Tipps beschrĂ€nkt und sie so formuliert, dass du sie sozusagen zeitlos anwenden kannst! Du kannst sie alle der Reihe nach testen und prĂŒfen, ob sie die Performance deiner Facebook Anzeigen verbessern.

Wenn du den Ads Tipp schon kennst (und ausprobiert hast!), springe einfach zum nĂ€chsten. Und los geht’s.

Tipp #1: Testimonial als Anzeige bewerben

Du hast auf deiner Website oder ĂŒber Google schon Rezensionen? Zitiere die Rezension in deinem Anzeigentext. Aber Vorsicht: Wenn aus dieser Werbeanzeige dann fĂŒr kalte User:innen nicht schnell ersichtlich wird, um welche Leistung oder welches Produkt es genau geht, dann teste diese Art der Werbeanzeige erstmal nur im Remarketing bzw. mit aufgewĂ€rmten User:innen.

Du hast noch keine Rezensionen aber schon die ersten zufriedenen KundInnen? Prima! Schreib sie doch einfach mit einem netten Angebot oder Rabatt-Code an, ob sie dir nicht ein Testimonial hinterlassen wollen.

Aus dem Testimonial sollte hervorgehen, was das Produkt oder die Dienstleistung so besonders gemacht und welche Probleme es fĂŒr die Person gelöst hat!

Tipp #2: Social Proof fĂŒr Facebook Ads generieren

Nicht zu unterschĂ€tzen: der Einfluss anderer. Wenn deine Werbeanzeige schon 100 Likes und 15 Kommentare hat, wird sie die Betrachter:innen garantiert mehr ĂŒberzeugen, als mit 3 Likes und keinen Kommentaren.

Generiere Social Proof fĂŒr deine Facebook Ad, indem du deine Anzeigen inkl. Kommentare und Likes duplizierst und nicht tĂ€glich neue Anzeigen testest. Facebook hat mittlerweile eine dankbar einfache Funktion dafĂŒr eingerichtet.

Es kann sich auch lohnen, eine extra Kampagne mit dem Ziel „Beitragsinteraktionen“ anzulegen, um mit wenig Budget die relevanten Ads fĂŒr mehr Interaktionen zu bewerben. Achte dabei darauf, dass deine Anzeige auch zur Interaktion einlĂ€dt. Dies kann z.B. durch ein provokantes Wording oder eine Frage erreicht werden.

Tipp #3: Die richtige Landingpage fĂŒr Facebook Ads

Mitunter einer der Fehler, den wir bei unseren KundInnen fĂŒr Facebook Ads am hĂ€ufigsten sehen: Eine tolle Anzeige, aber die falsche Landingpage.

Stell dir den Weg von deinen Facebook Ads bis zur Conversion mal wie eine Leiter vor. Der User bzw. die Userin steht noch ganz unten, die Conversion ist ganz oben. Wenn du es geschafft hast, dass User:innen ĂŒber die Anzeige schon ein paar Sprossen hinaufgeklettert sind, möchtest du sie mit der hinterlegten Landingpage ja nicht wieder von der Leiter schubsen und wieder von unten hochklettern lassen.

Leider passiert aber genau das, wenn die Landingpage nicht zur Anzeige passt!

Du bist Coach und bewirbst in deiner Anzeige einen Kurs? Dann schicke die User:innen nicht auf deine Startseite. Und auch nicht auf die Kurs-Übersicht-Seite. Sondern: auf eine genaue Landingpage zu diesem Kurs.

Also: Erspare User:innen jeden Klick, den du schon fĂŒr sie oder ihn machen kannst. Die Landingpage muss genau da weitergehen, wo die Werbeanzeige aufhört!

Tipp #4: Klares Angebot

WĂŒrdest du einen Blumenstrauß kaufen, ohne ihn zu sehen, nur weil du weißt, dass es ein Blumenstrauß ist? Vermeide, dass ĂŒber deine Werbeanzeige nur ungefĂ€hr deutlich wird, was du anbietest.

Es muss ganz genau klar sein, was dein Angebot (hinter dieser Werbeanzeige) beinhaltet. Da physische Produkte meistens fĂŒr sich selbst sprechen, ist dieser Tipp besonders bei digitalen Produkten oder Dienstleistungen zu beachten.

Schlechtes Beispiel:

Angst vor BewerbungsgesprĂ€chen? Unser Kurs wird dir weiterhelfen! 🙂

Was fĂŒr ein Kurs? Live? Einzelcoaching? Youtube Video? Wie viel Aufwand muss ich reinstecken? Was kann ich mir davon erhoffen?

Gutes Beispiel:

Angst vor BewerbungsgesprĂ€chen? Nach unserem 90 minĂŒtigen Videokurs wirst du selbstbewusst in das nĂ€chste BewerbungsgesprĂ€ch gehen und auf jede Frage vorbereitet sein!

Tipp #5: Klare Call-to-Action

FĂŒr dich mag es vielleicht logisch sein, was hinter der Anzeige auf die User:innen wartet. Aber fĂŒr User:innen, die tĂ€glich hunderte Werbeanzeigen sehen, nicht:

Die CTA! Gehe sicher, dass du in deiner Facebook Ad zu einer ganz klaren Handlung aufforderst. 

Der CTA-Button der Anzeige muss genau zu der Handlung passen, die du dir erhoffst. Arbeite z.B. nicht mit „Mehr dazu“, wenn du dir einen direkten Kauf auf der Landingpage erhoffst. 

Tipp #6: FOMO

Im amerikanischen Marketing ein sehr gelÀufiger Begriff: Fear of missing out.
KĂŒnstliche Verknappung und die Angst, etwas zu verpassen, von dem andere profitieren, ist ein sehr gewaltiger Trigger. Diesen starken Effekt solltest du unbedingt erzeugen, wenn du die Möglichkeiten dafĂŒr hast. Denn ein kurzes genau definiertes Zeitfenster gibt uns einen triftigen Grund mehr, genau jetzt in Aktion zu treten statt irgendwann (nicht).

Sogar ein plump erscheinender Satz wie „Nur solange der Vorrat reicht“ hat seine Daseinsberechtigung.

Noch besser sind genaue Fristen fĂŒr Anmeldungen oder Aktionspreise. Du hast einen Rabatt-Code fĂŒr Weihnachten? ErwĂ€hne unbedingt, bis wann genau der Code nur gĂŒltig ist!

Tipp #7: Authentische Fotos

Wenn du bist jetzt hauptsĂ€chlich mit professionellen (und somit auch oft nach Werbung oder sogar Stockfoto aussehenden) Bildern in deinen Facebook Ads gearbeitet hast, probiere einmal eine ganz authentische Richtung. Diese dĂŒrfen ruhig auch mal mit dem Smartphone aufgenommen sein und „wie aus dem Leben“ wirken.

Mitunter ist die AuthentizitĂ€t einer der entscheidenden GrĂŒnde, warum Influencer Marketing so erfolgreich ist. Es spricht all diejenigen User:innen an, die die „normale“ Werbung sonst kalt lĂ€sst.

Tipp #8: Anzeigenformate testen

Manche User:innen reagieren besser auf Fotos, andere auf Videos und wieder andere auf Karusselle.

VernachlĂ€ssige nie ein bestimmtes Anzeigen-Format, nur weil du denkst zu wissen, was gut ankommt.

Tipp #9: Optimieren mit Geduld & Verstand

Viele Werbetreibende stĂŒtzen sich viel zu voreilig auf die ersten Ergebnisse. Mach das nicht! Werte die Ergebnisse fĂŒr deine Anzeigen erst aus, wenn du fĂŒr jede Anzeige auch mindestens einen Adspent von 5 x Ziel-CPA bei kalten oder 3 x Ziel-CPA bei den warmen Zielgruppen erreicht hast.

Beispiel: Du verkaufst Protein-Pulver und hoffst auf ein CPA von 20 €. Beurteile die Performance einer Ad erst nach mindestens 100 Ausgaben.

Optimalerweise sind die Anzeigen dabei nicht nur in 1-2, sondern in noch weiteren Zielgruppen getestet worden. Es kommt hÀufig vor, dass eine Anzeige in einer Zielgruppe schlecht und in der anderen besser funktioniert.

Sortiere also wirklich nur die eindeutigen Loser Ads aus, statt dich zu schnell auf 1-2 gute Anzeigen festzulegen.

Außerdem sollte dein Ziel nicht sein, die einzige beste Facebook Ad#1 zu finden, um nur noch mit dieser zu arbeiten. Schließlich kann es sein, dass die Performance einer anderen Anzeige vielleicht nicht so gut ist wie von Ad#1– sie aber trotzdem Conversions/Leads von denjenigen User:innen einholt, die von Ad#1 nicht ĂŒberzeugt waren.

Tipp #10: Branded Content testen

Ein immer beliebter werdendes Format fĂŒr Faceook Ads. Eine Werbeanzeige, die ĂŒber dein Werbekonto ausgespielt wird, aber aussieht wie ein Post anderer User:innen bzw. Influencer:innen.

Das generiert natĂŒrlich ganz schön Social Proof. Wir stufen dieses Format besonders dann fĂŒr potenziell stark ein, wenn das Produkt oder die Brand an sich noch neu und eher unbekannt ist. Da tut es den interessierten, aber noch skeptischen User:innen natĂŒrlich gut, auf glaubhafte Weise zu sehen, dass andere Menschen schon gute Erfahrung damit gemacht haben.

Das waren unsere 10 Tipps

Gut möglich, dass du dich jetzt fragst, welche Tipps du jetzt als NĂ€chstes umsetzen oder testen sollst. Hier spielen mitunter sicher die Erfahrungswerte eine große Rolle.

Du kannst dich aber auch ĂŒber die Facebook Ads Library an den Werbeanzeigen deiner Konkurrenz orientieren, um festzulegen, welche Tipps fĂŒr deine Anzeigen am meisten Sinn ergeben.

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Felix

Felix ist Team Lead Performance Marketing bei ZweiDigital. Durch das Online Marketing fĂŒr seine Fotografie hat er die Faszination fĂŒr das Zusammenspiel von Werbeanzeigen, Zielgruppen und Kampagnenstruktur entdeckt und sorgt fĂŒr die maximale Performance unserer Ads.

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