4 Varianten einer perfekten Hook

Kennst du auch den Moment, in dem du durch Social Media Beiträge scrollst und nur wenige davon deine Aufmerksamkeit gewinnen? Diese Situation sollte jede:r von uns schonmal erlebt haben, denn bereits in den ersten Sekunden treffen wir, wenn auch unterbewusst, die Entscheidung, ob ein Video interessant für uns ist. Besonders in einer Zeit, in der wir mit Informationen und medialen Inhalten überflutet werden, kämpfen Creator und Werbetreibende um unsere kostbare Zeit.

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Wieso sind Hooks so wichtig? Dieser Beitrag soll dir in nur wenigen Schritten erklären, weshalb man sich als UGC Content Creator für „Hooks“ als Video-Opener entscheiden sollte, wie man solche gestaltet und umsetzt, sowie 3 Best Practices, die wir selbst als sehr gelungen einstufen.

Hooks: Get the party started!

Die Zuschauenden sollten nach der “Hook”, wie der Name schon sagt, “am Haken hängen”. Das bedeutet, dass direkt zu Beginn des Videos die Aufmerksamkeit der Zuschauenden geweckt werden sollte. Es gilt also, das typische “Scrolling-Verhalten” zu unterbrechen. Als grober Richtwert dienen hierzu die ersten 3 Sekunden – innerhalb dieses Zeitraums sollte also etwas in deinem Video passieren, das die volle Aufmerksamkeit der Zuschauenden erregt. 

perfekte Hook: am Haken hängen

1: Besonders gut eignet sich hierzu eine emotionale Reaktion. Setze also eine Szene direkt an den Anfang, ob extra hierfür angefertigt oder aus dem bereits gedrehten Hauptteil des Videos herausgenommen, in der du fassungslos, erschrocken oder sichtbar glücklich reagierst. Alternativ kannst du aber auch das aufregende oder interessante Ergebnis deines Video-Themas direkt zu Beginn einblenden (bspw. das perfekt in Szene gesetzte, fertige Gericht, wenn du ein Koch-Video drehen willst).

2: Bei der nächsten Variante geht es um die Wahl der richtigen Worte. Die sogenannten “Power Words” sind ebenfalls emotional und sprechen Gefühle wie Freude oder Werte wie Vertrauen an. Zum Beispiel könnte der Satz “Wenn ich schon früher gewusst hätte, dass…” oder “Du wirst nicht glauben, was…” bereits zu Beginn eines Videos einen großen Mehrwert erhoffen lassen und den Anschein erwecken, dass einem eine wichtige Information entgeht, wenn man das Video nicht vollständig anschaut. Zudem ist die gezielte Ansprache eines Problems, mit dem sich deine Zuschauenden identifizieren können und angesprochen fühlen, sehr involvierend. Aber natürlich kann auch die Freude oder die Ankündigung einer Überraschung das Interesse wecken. Hierzu einige Beispiele:

  • Nenne einen sehr interessanten / unfassbaren Fakt
  • Eine schockierende Aussage
  • Die emotionale Formulierung eines Problems
  • Kündige etwas Aufregendes an, das kurz darauf im Video passieren wird

In der Praxis könnte dies wie folgt aussehen:

  • “Du glaubst nicht, was mir gerade passiert ist!”
  • “Unbedingt anschauen, wenn…”
  • “Kennst du auch das Problem mit…?”
  • “Hast du jemals….?”
  • “Das ist perfekt für dich, wenn….”
  • “So wirst du niemals…”
  • “Ich wette mit dir….”

3: Du kannst mit einer Hook aber auch das Thema einleiten, indem du den Zuschauenden kurz und prägnant darstellst, welchen Mehrwert oder welches Ergebnis sie in deinem Video erwartet. Im besten Fall klingt dies so spannend und interessant, dass man einfach weiter schauen muss. Ein Beispiel: mit dem Satz “Nie wieder XY mit diesen 5 Tipps!”, formulierst du direkt zu Beginn ein Problem, für das es offenbar eine Lösung gibt, wenn nur 5 einfache Tipps befolgt werden. Dies suggeriert also eine einfache und Schritt für Schritt verständliche Anleitung in deinem Video.

Somit ist klar, wie viel Zeit beansprucht wird. Zudem bekommen die Zuschauenden das Gefühl, dass es nicht zu kompliziert, sondern vielmehr leicht zu merken und umzusetzen ist – also etwas, womit jede:r etwas anfangen kann. Natürlich erklärt man das gesamte Thema nicht innerhalb der ersten 3 Sekunden – es geht also darum, den emotionalsten Aspekt, der das Ergebnis deines Videos beschreibt, kurz und prägnant anzusprechen und eine Bereicherung für die Zuschauenden darzustellen.

4: Neben dem gesagten sind auch Textelemente sehr gut dafür geeignet, um die Zuschauenden im Video zu involvieren und somit das weiter-scrollen zu verhindern. Diese Option ist vor allem dann sehr nützlich, wenn du im Video nicht selbst sprechen willst. Du könntest also die bereits genannten, beispielhaften “Power Words” statt auszusprechen als Text einblenden. Aber auch beides, sowohl Stimme als auch Text zusammen, erwecken gleichzeitig auf visueller und audiovisueller Ebene die Aufmerksamkeit.

hook attention

Die Hook ist dem Hautteil deines Videos vorangestellt und beides geht nicht zwingend nahtlos ineinander über. Nach deiner Hook startest du also entweder damit, das Thema von Grund auf zu erklären oder direkt das Ergebnis zu zeigen und die für dich nötigsten Informationen zu nennen.

Ehrlichkeit siegt

Nachdem die Hook erfolgreich die erste Überzeugungsarbeit leisten konnte, sollte diese natürlich im Zusammenhang mit dem darauf folgenden Hauptteil stehen. Erschaffe lieber keine falschen Tatsachen und erwecke keine falschen Hoffnungen. Diese Vorgehensweise würde sich dann nämlich dem Phänomen “Clickbait” sehr ähneln – deine Community wird es sehr wahrscheinlich nicht gutheißen.

Unsere Top 3 Hooks

Fazit

Es gibt viele Wege, um ein interessantes Video zu erstellen. Was wir sogar schon bei unserem eigenen Verhalten auf Social Media beobachten können, ist die kurze Aufmerksamkeitsspanne für einzelne Inhalte zwischen tausenden anderen. Der erste Eindruck, wie in den ersten 3 Sekunden eines Videos, ist also entscheidend dafür, ob das vollständige Video angeschaut wird. Nutzt man diese kurze Zeitspanne, um seine Zuschauenden direkt zu begeistern und auf sich aufmerksam zu machen, schafft man es Inhalte zu erstellen, die aus der Masse herausstechen.

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