Unterschiede im Tracking: Facebook vs. Google Analytics

Warum sehe ich unterschiedliche Verkaufszahlen für denselben Zeitraum bei Google Analytics und Facebook Ads?

Die Attribution, wie Google Analytics und Facebook Verkäufe zurechnen, ist unterschiedlich; daher werden diese Zahlen immer voneinander abweichen. Das folgende Bespiel erklärt Ihnen, wie Anzeigen in Facebook und Google gemessen werden.

Facebook Tracking Unterschiede zu Google Analytics

Facebook

Verkäufe werden standardmäßig einer Anzeige zugerechnet, wenn der Kauf

  • innerhalb von einem Tag nach dem Sehen
  • oder 28 Tage nach dem Klicken erfolgt.

Facebook nutzt das Last-Touch-Modell. Der Verkaufszeitpunkt wird dem Zeitpunkt zugeschrieben, in dem der Kunde zuletzt Kontakt mit einer Anzeige hatte.

Beispiel: Ein Kunde klickt am 12. Dezember auf eine Anzeige und schaut sich im Shop um. Er kauft aber erst am 14. Dezember etwas. Der Verkauf wird über den Facebook-Pixel dann aber am 12. Dezember ausgewiesen.

Cross-Device Tracking ist möglich, da der Nutzer über die Facebook ID identifiziert wird. Klickt er also am Handy auf eine Anzeige und schließt den Kauf aber am PC ab, kann Facebook den Kauf einer Anzeige zuordnen.

Google Analytics

Verkäufe werden bis zu 30 Tage nach dem letzten Klick erfasst. Es gibt keine Zurechnung nach dem Sehen von Anzeigen, wie bei Facebook.

Google Analytics nutzt das Last-Click-Modell. Der Verkauf wird an dem Tag erfasst, an dem er getätigt wird.

Cross-Device Tracking ist nicht möglich, ohne Einrichtung der User-ID Funktion. User-IDs können nur an bereits registrierte Nutzer vergeben werden, die einen sehr geringen Teil des Traffics ausmachen.

Lösungsansätze

Eine Übereinstimmung beider Systeme wird man leider nie erreichen können, dafür sind sie zu unterschiedlich. Aber man kann etwas nachhelfen, um einen besseren Vergleich zu erhalten:

1. Verwendung von dynamischen UTM-Parametern

Um Anzeigenklicks innerhalb von Google Analytics besser nachverfolgen zu können, kann man den Anzeigen Parameter hinzufügen, die an GA übermittelt werden.

Facebook und Google Zahlen stimmen nicht überein

2. Anpassen des Attributionsfensters

Bei Facebook kann man die Attribution im Werbekonto so ändern, dass Verkäufe nicht mehr nach dem Sehen, sondern nur noch 28 Tage nach Klick erfasst werden. Im Gegensatz dazu kann man bei Google Analytics die Attribution so anpassen, dass Verkäufe nur 28 statt 30 Tage nach dem Klick erfasst werden.

Achtung: Das löst nicht das Problem des Cross-Device Tracking, das vermutlich einen sehr großen Teil der Abweichung ausmacht!

Facebook und Google Attributionsfenster

Fazit

Facebook und Google Analytics werden in der Anzahl der Verkäufe leider nie genau übereinstimmen. Man kann nur versuchen, sich für den eigenen Shop eine Verteilung zu überlegen, wie viel man welcher Werbeplattform tatsächlich zurechnen möchte. Das geschieht aus dem Grund, da man nicht genau wissen kann, welche Werbung tatsächlich ausschlaggebend war. Zumindest bietet Facebook immerhin eine Möglichkeit, auch Google Ads in das Attributionsmodell aufzunehmen. Mehr Informationen dazu gibt es via der Facebook Attribution. Unsere Erfahrung zeigt aber, dass es trotzdem noch Überschneidungen gibt. 

Über den Autor

Tobias ist unser Digital Spezialist und weiß genau, wobei es bei einem Online-Auftritt ankommt. Mit einem Gespür für Webdesign sowie einer Affinität für Schnittstellen-entwicklungen und Online-Strategieberatung begleitet er Sie auf Ihrem Weg in die Digitalisierung.

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