Facebook Job Ads – Änderungen & Best Practices

Schaltest du Facebook Ads für Jobangebote, Praktika, Weiterbildungsprogramme, Jobmessen, Employer Branding oder bist der Betreiber einer Online-Jobbörse, dann solltest du dich schon mal auf ein paar Änderungen gefasst machen.

Das erwartet euch:

Was ändert sich an Ads für einen Job?

Alle Facebook Ads, die sich mit dem Thema Beschäftigung und Arbeit auseinandersetzen, werden zukünftig unter die sogenannte “Special Ads Category” fallen. Dieses Vorgehen existiert bereits in den USA und Kanada seit einiger Zeit. Zum 28. September 2021 wird Facebook ebenfalls damit beginnen Ads auch in Europa unter diese Kategorie zu stellen. Es wird zwar eine Übergangszeit bis zum 07. Dezember 2021 geben, aber alle Anbieter sollten sich schon einmal mit den Änderungen vertraut machen, bevor es sie kalt erwischt und Ads entweder nicht mehr die entscheidende Performance zeigen oder gar seitens Facebook abgelehnt werden. Wir als Facebook Agentur sagen: Erste Anzeichen einer Anpassung lassen sich schon erahnen, denn besucht man die Facebook Ads Library und wählt Deutschland als Standort aus, so wird in der Anzeigenkategorie schon auf Jobangebote explizit hingewiesen.

job facebook ads

Warum ändert Facebook überhaupt etwas?

Facebook hat diese Klassifizierung eingeführt, um ihre Richtlinien gegen Diskriminierung auch im Bereich der Anzeigensetzung durchzusetzen. Dieses ist, wenn man sich die deutsche Rechtslage anschaut, eigentlich auch nur folgerichtig, denn außerhalb von Facebook galt es ja schon immer das „Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)“ bei der Formulierung von Jobanzeigen zu beachten. Mit Facebook Ads hatte man aber stets noch die Möglichkeit im Hintergrund an der Zielgruppe herumzuschrauben, ohne dass irgendjemand überhaupt bemerkt hätte, dass hier diskriminiert wurde. So kann es schon mal vorkommen, dass der Chef für die Stelle der „Assistenz (m/w/d) der Geschäftsführung“, dann doch lieber das Targeting auf Frauen einer gewissen Altersgruppe eingegrenzt hat.

Natürlich gibt es hier auch logische Eingrenzungen, wie beispielsweise eine Ausbildungsstelle nicht mehr in einer älteren Zielgruppe auszuspielen, da die Vakanz für diese meist nicht relevant ist. Dieses wird zukünftig allerdings auch nicht mehr mit Facebook möglich sein!

Welche Auswirkungen gibt es auf Kampagnen?

Sobald Job Ads bei Facebook unter die Special Ads Category fallen, ist eine Einschränkung des Targetings nur noch bedingt möglich. Aber was ändert sich genau:

  1. Detailliertes Targeting: Das wohl effektivste Werkzeug von Facebook Werbeanzeigen wird auch drastisch eingeschränkt werden. So ist es dann nur noch möglich anhand von Interessen zu targetieren. Eine Auswahl von demografischen Merkmalen (z.B. aktuelle Jobtitel oder Arbeitgeber) oder basierend auf dem Verhalten (z.B. Pendler) wird es zukünftig nicht mehr geben.

  2. Keine Einschränkung des Geschlechts: Auch eine Diskriminierung hinsichtlich des Geschlechts wird es nicht mehr geben. Die Anzeigen werden sowohl Männern als auch Frauen ausgespielt werden.

  3. Kein Ausschluss von Custom Audiences / demografischen Merkmalen bzw. Verhalten: Du wirst zukünftig keine Audiences mehr ausschließen können, die in den zuvor genannten Eigenschaften in irgendeiner Form diskriminierend ist.

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    1.  Keine Einschränkung nach Alter: Zukünftig wird es nicht mehr möglich sein die Altersspanne einzugrenzen und diese wird bei 18-65+ liegen.
    2. Keine Nutzung von Lookalike Audiences: Es wird nicht mehr möglich sein Lookalike Audiences (Nutzer deren Verhalten, deiner Audience am ähnlichsten sind) zu nutzen. Stattdessen gibt es hierfür Special Ad Categories. Diese unterscheidet sich dadurch, dass sie keine demografischen Daten über die Zielgruppe enthält.

    3. Eingeschränkte Eingrenzung der Standorte: Es wird nur noch möglich sein, Standorte mit einem Mindestradius von 24 km (entspricht 15 Meilen) auszuwählen. Die Auswahl von einzelnen Postleitzahlgebieten entfällt.
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Best Practices für zukünftige Job Ads

    • Schaltest du nicht primär Job-Ads, so wäre eine Special Ads Category-Audience eine Überlegung wert, ob du eine zusätzliche Facebook-Seite für Karrierezwecke erstellst. Somit hättest du bereinigte Daten in deiner Audience, die wirklich Interesse an deinem Job haben und nicht beispielsweise ein Fan oder Kunde deiner Marke sind. Bei großen Brands ist dieses Vorgehen ja bereits relativ etabliert. 
    • Eine weitere Möglichkeit ist die Kombination von einer breiten Special Ads Category von 10 % mit dem detaillierten Targeting von Interessen, die für den gesuchten Beruf von Relevanz sind. Suchst du beispielsweise als Facebook Agentur wie wir einen Online Marketing Manager so würden wir Interessen wie beispielsweise Online-Werbung, performance-bases advertising oder ähnliche targetieren. 
    • Nutze Remarketing-Audiences für NutzerInnen, die sich auf deiner Karriereseite aufgehalten haben oder sich bereits ein Jobangebot angesehen haben. Dies ist zwar kein neuer Tipp, aber hinsichtlich der Einschränkungen, solltest du deine bestehenden Kontakte wertschätzen. Ein potenzieller Bewerber durchläuft sowieso mehrere Touchpoints auf seiner Candidate Journey. Daher streue gezielte Nachrichten als zusätzlichen Touchpoint.
    • Teste auch unbedingt Meta-Leadformular-Anzeigen. Sie sind eine effektive Möglichkeit, gezielt qualifizierte BewerberInnen für Jobanzeigen anzusprechen. Mit diesen Anzeigen können Arbeitgeber spezifische Fragen in das Leadformular einfügen, um die Zielgruppe weiter einzuschränken und sicherzustellen, dass sie die richtigen KandidatInnen ansprechen. Durch das Hinzufügen gezielter Fragen können Arbeitgeber Informationen sammeln, die ihnen helfen, potenzielle Bewerber besser zu qualifizieren. Zum Beispiel können Fragen zu Erfahrungsniveau, Qualifikationen oder Standortpräferenzen gestellt werden. Das ermöglicht es, BewerberInnen zu identifizieren, die wirklich zum Stellenangebot passen und die besten Chancen auf Erfolg haben.
      Darüber hinaus ermöglichen Leadformular-Anzeigen eine nahtlose Erfahrung für die BewerberInnen, da sie ihre Informationen direkt auf der Plattform hinterlassen können, ohne auf externe Webseiten weitergeleitet zu werden. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass potenzielle Bewerber den Bewerbungsprozess abschließen.
      Weitere Informationen zum Aufsetzen einer Leadformular-Anzeige haben wir dir auch hier schon zusammengefasst:

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Carsten Dierks

Carsten ist Performance Marketing Manager bei ZweiDigital. Alles rund ums Advertising gehört zu seinen großen Leidenschaften. Besonderen Wert legt er darauf, aktuelle Trends im Auge zu behalten und für Kunden umzusetzen.

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