Upselling Beispiele mit Shopify und WooCommerce

Klar ist: Jede:r Shopbetreiber:in möchte den Umsatz des eigenen Onlineshops steigern. Dabei liegt hÀufig der Fokus darauf, so viele Purchases wie möglich zu generieren. In diesem Blogbeitrag verrate ich dir, dass es sich umso mehr lohnen kann, die Purchases nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ zu pushen.
Das Zauberwort heißt hier: Upselling!

Was ist Upselling und Crossselling?

Vielleicht bist du schon mal ĂŒber den Begriff Upselling gestoßen. Meistens liest man ihn in Verbindung mit dem Wort Crossselling. Doch was steckt hinter diesen beiden Fachbegriffen aus dem Marketing? 

In beiden FĂ€llen ist das Ziel, den Warenkorbwert einer Bestellung zu maximieren. Dies kann man auf zwei verschiedene Arten tun – entweder mit Cross- oder Upselling-Methoden. 

Mit dem Crossselling empfiehlt man dem Kunden bzw. der Kundin wĂ€hrend des Kaufprozesses weitere Artikel, die die eigentliche Kaufabsicht perfekt ergĂ€nzen. Wenn sich jemand zum Beispiel ein Smartphone kauft, braucht er oder sie wahrscheinlich auch eine HĂŒlle, einen Displayschutz und vielleicht ein paar Bluetooth-Kopfhörer. Also bieten wir ihm oder ihr diese beim Checkout-Prozess gleich mit an. 

Mit dem Upselling zeigt man den KundInnen, welche “bessere” oder erweiterte Variante es von ihren Wunschprodukten gibt. Bleiben wir bei dem Beispiel mit dem Smartphone: ein Kunde hat sich die Variante mit 64 GB ausgesucht. Wir zeigen dem Kunden nun, dass er das Smartphone auch mit 128 GB haben kann. Optional bieten wir ihm noch eine GerĂ€te-Versicherung fĂŒr seine neue Errungenschaft an. Da die erweiterte Variante meist auch die teurere ist, haben wir somit seinen Warenkorbwert erhöht und damit auch gleichzeitig seine Customer livetime value.

Upselling und Crossselling

Upselling Beispiele

Wir als Facebook Agentur fokussieren uns in diesem Blogbeitrag auf Upselling. Dieses kann man auf verschiedene Weisen betrieben. Es hĂ€ngt jedoch stark davon ab, welche Produkte oder Dienstleistungen man in seinem Shop fĂŒhrt.

Nicht alle Varianten lassen sich auf alle Produktarten anwenden. Überlege also selbst einmal, welche der folgenden Varianten fĂŒr deinen Shop infrage kommen. Wir haben dir hier einige Upselling Beispiele zusammengestellt.

Produkt Upgrade

Als eine Möglichkeit bietet sich das Produkt Upgrade an. Dabei zeigst du deinem Kunden, wie in unserem Smartphone Beispiel, dass das Produkt in einer “wertigeren” Variante bei dir im Shop zum Kauf angeboten wird. Beispielsweise mit mehr Speicherplatz, einem grĂ¶ĂŸeren Display oder aus einem hochwertigeren Material.

Unsere Plug-in-Empfehlung

Zusatzleistung

DarĂŒber hinaus macht es Sinn, dem Kunden eine Zusatzleistung anzubieten. Das kann in den unterschiedlichsten Formen sein und stark nach Branche und Produkt variieren. So kannst du zum Beispiel eine GarantieverlĂ€ngerung als Option auffĂŒhren, aber auch einen Montageservice oder eine Versicherungsleistung. Gehe auch hier nochmal in dich und ĂŒberlege, was zu deinen Produkten und Dienstleistungen passt. Bei WooCommerce ist Cross- und Upselling eine Standard-Funktion, damit lassen sich Angebote fĂŒr Zusatzleistungen bereits gut darstellen.  

Unsere Plug-in-Empfehlung

Produkt-Personalisierung

Hoch im Kurs steht auch die Produkt-Personalisierung. Damit kannst du deine Produkte zu Unikaten aufwerten und der KĂ€ufer erhĂ€lt sein ganz individuelles Produktdesign. Das lĂ€sst sich beispielsweise mit einem Gravur-Service anbieten oder dem Individualisieren von Prints auf Textilien. Auch die Wahl der Farbkombination kann deinen Produkten einen individuellen Touch verleihen und die Bereitschaft fĂŒr einen Aufpreis wecken.

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Vertragslaufzeiten

Bewegst du dich eher im Feld der Dienstleistungen oder Subscription-Modelle, kannst du mit den Vertragslaufzeiten spielen. Biete zum Beispiel lĂ€ngere Vertragslaufzeiten an, die dafĂŒr bessere Konditionen enthalten. Hier ist die Kommunikation wichtig: Mache auf einen Blick transparent, was genau die Vorteile eines lĂ€ngeren Vertragsmodells sind. So macht es zum Beispiel auch die Design-Plattform Canva. 

Canva Beispiel Upselling

Goodies

Eine weitere, nicht ganz klassische Upselling-Methode ist die Vergabe von Goodies, je höher der Warenkorbwert ist, zum Beispiel: Ab 30 € gibt es den Versand geschenkt, ab 50 € ein Gratisprodukt, ab 75 € ein zweites Produkt gratis. Hier das Upselling Beispiel von Fitvia, wie das ganze dann im Checkout-Prozess aussehen kann:

Fitvia Upselling Beispiel
Unsere Plug-in-Empfehlung

Herausforderungen beim Upselling

GrundsĂ€tzlich lassen sich die Plugins sehr leicht installieren und deinem Shop hinzufĂŒgen.

Dennoch solltest du auf die korrekte Implementierung achten und prĂŒfen, ob der Checkout-Prozess reibungslos funktioniert. Denn hier springen KundInnen schnell ab, wenn etwas nicht funktioniert und du verlierst sie so aus deinem Sales-Funnel. Also lieber einmal mehr testen, als zu wenig. 

Die meisten Plugins nehmen dir Arbeit ab, indem sie automatisch analysieren, welche Produkte oft zusammen gekauft werden oder zu einem Upselling fĂŒhren. Damit du aber auch ein GefĂŒhl fĂŒr die BedĂŒrfnisse deiner KundInnen entwickelst, solltest du allerdings auch unabhĂ€ngig davon deine Produkte betrachten und fĂŒr dich eine Strategie ĂŒberlegen, welche gut zusammen passen oder eine Erweiterung zu einem anderen Produkt darstellen.

Versetze dich dazu in die Lage deiner KundInnen und ĂŒberlege, was du dir an seiner bzw. ihrer Stelle wĂŒnschen wĂŒrdest. So kannst du auch manuell nochmal an den Plugins Einstellungen vornehmen oder Vorsortierungen treffen.

Außerdem solltest du deine KĂ€ufer:innen mit dem Upselling nicht nerven oder stressen. Versuche, dass du deine Angebote zwar aufmerksamkeitsstark wĂ€hrend oder nach eurem Checkout-Prozess platzierst, aber ĂŒberfordere deine KĂ€ufer:innen nicht mit zu vielen Angeboten und Pop-Ups auf einmal. Der Bestellprozess sollte immer noch ĂŒbersichtlich und transparent bleiben, damit, wie oben erwĂ€hnt, dir die KundInnen nicht im letzten Schritt verloren gehen.

Upselling mit Meta Dynamic Ads

Bewirbst du deinen Shop auch ĂŒber Meta, hast du dort ebenfalls die Möglichkeit, sehr einfach Cross- und Upselling zu betreiben.
Über die Dynamic Ads kannst den Meta-Algorithmus fĂŒr dich deine VerkĂ€ufe steuern lassen. Du legst dazu verschiedene Produktpaletten an, woraufhin der Algorithmus dann lernen kann, welche Produkte aus eurer Palette hĂ€ufig zusammen gekauft werden oder auf welches Produkt upgesellt werden kann. Dementsprechend erstellt Meta dann dynamische Werbeanzeigen.

đŸȘ§ An der Stelle eine kurze Werbeunterbrechung: Stehst du noch am Anfang deines E-Commerce Business oder bist mit deinen bisherigen Meta Ads nicht zufrieden, lass uns doch eine Nachricht in unserem Kontaktformular da. Wir supporten dich gern beim Aufsetzen deiner allerersten Kampagne oder helfen bei der Optimierung deiner bisherigen Ads. đŸȘ§

Fazit

Upselling Neukunden vs Bestandskunden

Die meisten Plugins bedeuten eine Zusatzinvestition fĂŒr Shopinhaber:innen, allerdings ist es sehr wahrscheinlich, dass man diese Kosten durch das Upselling um ein vielfaches wieder zurĂŒck erwirtschaftet. Denn laut dem Buch Marketing Metrics liegt die Wahrscheinlichkeit, einem neuen Kunden etwas zu verkaufen, nur bei 5 – 20 %. Bei einem bestehenden Kunden hingegen bei 60 -70 %! 

Damit ist es wesentlich einfacher, bereits bestehende KĂ€ufer:innen zu einem Wiederkauf zu akquirieren, als ganz neue Menschen fĂŒr seine Produkte zu begeistern. 

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Selina

Selina ist Performance Marketing Managerin bei ZweiDigital. Durch die Uni hat sie ihre Leidenschaft fĂŒr die Onlinekommunikation gefunden und widmet sich nun dem Kampagnenmanagement auf Google und Facebook.

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