Das Ende der Cookies

Cookielypse, Cookiemageddon oder wie man das Ende von Third Party Cookies auch bezeichnen will, eines steht fest: Das Tracking im Online Marketing befindet sich im Wandel. Zwar sind ein paar Dinge noch ungeklärt und werden sicherlich in nächster Zeit Form annehmen, aber nun gilt für jeden Online Marketer das oberste Gebot: Setze dich mit den bevorstehenden Änderungen auseinander und erledige deine Hausaufgaben, sodass du auch weiterhin erfolgreich im Internet unterwegs bist. Wir zeigen dir in diesem Artikel, welche Dinge du schon jetzt in die Hand nehmen solltest.

Was hat sich verändert bzw. wird sich noch verändern?

Du hast sicherlich bereits begriffen, dass mit Umsetzung von diversen Datenschutzregeln einige Dinge auf den Kopf gestellt wurden. Die Performance von Werbeanzeigen und auch das Tracking von Maßnahmen sind wohl am stärksten davon betroffen, denn ohne Consent läuft nichts mehr. Aber auch andere technische Änderungen gilt es zu beachten, die von vielen noch vernachlässigt werden:

Browser blocken trotz Consent von sich aus Third Party Cookies. Safari und Firefox beispielsweise laden aktuell schon keine Drittanbieter-Cookies mehr.

 Nun wirst du sicherlich sagen, es gibt ja noch Google Chrome. Aber leider wird sich auch Google 2023 von Third-Party-Cookies distanzieren.

Dies hat zur Folge, dass du ab diesem Zeitpunkt nicht mehr in der Lage sein wirst, Conversions oder andere Aktionen auf deiner Webseite nachzuvollziehen. Solltest du nichts tun, dann herzlich willkommen im analogen Marketing, denn du wirst deine Performance genauso gut abschätzen können, wie bei schöner alter Plakatwerbung. 

Wo ist der Unterschied zwischen Third-Party-Pixel und was sind First-Party-Daten?

Wir als Facebook Agentur zeigen dir den Unterschied! Bei Third-Party-Pixeln handelt es sich um Cookies, die bisher beim Seitenaufruf geladen wurden und bestimmte Informationen über den jeweiligen Nutzer bzw. die jeweilige Nutzerin gespeichert haben. Jedes große Werbenetzwerk nutzt diese Technologie, um Techniken wie beispielsweise Remarketing oder aber Optimierung auf Conversion, anbieten zu können.

Diese Technologie gerät spätestens mit Einführung von Cookie-Consents oder durch das Blocken von Browsern in den Hintergrund und es bedarf einer anderen Lösung. Die häufigste Lösung ist, die Daten auf einem eigenen Server als First-Party-Daten zu speichern, sodass zumindest das Blocken von Cookies durch Browser umgangen werden kann und trotzdem datenschutzkonform stattfindet.

Was kann ich in Bezug auf das Ende der Cookies tun?

Die groĂźen Netzwerke bereiten sich natĂĽrlich schon seit einiger Zeit auf die Zeit nach den Cookies vor und so haben Google als auch Meta bereits MaĂźnahmen fĂĽr die Zukunft getroffen. Hier gilt es aber auch von deiner Seite aktiv zu werden und die technischen Ă„nderungen durchzufĂĽhren.

Meta beispielsweise hat fĂĽr Facebook und Instagram schon seit geraumer Zeit die Conversion API im Einsatz, mit der ĂĽber eine Serverinstanz First Party Daten an Meta gesendet werden.

Google wiederum hat mit der Einführung von Google Analytics 4 (GA4) sein neues Webtracking-Tool für alle veröffentlicht und man sollte nun auch langsam die Integration anstreben, da das bisherige Universal Analytics (UA) im Juli 2023 abgestellt wird. Hier sollte man möglichst nicht bei 0 anfangen und jetzt die Übergangszeit nutzen, um GA4 zu implementieren, denn es wird nicht einfach sein, die Daten aus der Vergangenheit aus UA mit GA4 zusammenzuführen. Ein weiterer Punkt, der allerdings noch ein wenig offen zu diesem Zeitpunkt ist, ist Google Topics, welches das Targeting in den Werbetools von Google cookiefrei gestaltet. Hier gilt es natürlich auch, auf dem Laufenden zu bleiben.

Wie implementiere ich die Conversion API von Meta?

Facebook Ads Ende der Cookies

Hier gibt es zahlreiche Wege, die ans Ziel fĂĽhren:

  1. Du nutzt eine gängige Shoplösung (shopify, Shopware, etc.). Dann kannst du einfach ein Plugin nutzen, bei dem du nur den Conversion API Schlüssel einträgst und schon sollte alles laufen. Nicht nur die einfache Einrichtung, sondern auch die Kosten (je nach Plug-In Lizenz etwa 50 € im Jahr) sprechen für diesen Weg. Welche Plug-Ins wir bei unseren Kunden empfehlen, erfährst du hier.
  2. Integration ĂĽber das Conversion API Gateway. Hierbei handelt es sich um eine Partnerintegration von Meta in Kooperation mit AWS. Sollte keine Plug-In Lösung fĂĽr dich infrage kommen, so empfehlen wir diese Alternative, denn sie ist relativ schnell umzusetzen. Mehr erfährst du in unserem Beitrag zur CAPI Gateway-Integration. Die Kosten liegen hier, unserer Erfahrung nach, je nach verarbeiteten Serverevents ab 150 € im Monat. 
  3. Integration über den Google Tag Manager (GTM). Diese Methode ist wirklich schon komplizierter und aufwendiger in der Einrichtung. Benötigt wird ein serverside GTM, der eine Subdomain bei dir in der Google Cloud anlegt, die in etwa so viel kostet wie bei AWS. Diese Lösung empfehle ich nur denjenigen, die bereits serverseitig bei Google via GA4 messen, sonst ist die Integration über CAPI Gateway definitiv einfacher. Zwar gibt es bereits das offizielle Plug-In von facbookincubator, aber du brauchst schon gute Kenntnisse im GTM, um erfolgreich Events zu deduplizieren.
  4. Eigenständige Integration über einen eigenen Server. Hierfür solltest du wirklich wissen, was du tust und wir raten in Anbetracht der Alternativen lieber zu einer der ersten drei Lösungen.

Warum sollte ich Google Analytics 4 möglichst bald integrieren?

Facebook Ende der Cookies

Damit dein Webtracking mithalten kann im Tracking und das UA-Pixel nicht als Standard blockiert wird, solltest du auch hier die serverseitige Integration von GA4 hinzuziehen. Noch bleibt dir eine gute Zeitspanne, GA4 und UA parallel zu nutzen und schon einmal Daten in GA4 zu sammeln. So gut wie jedes Unternehmen unterliegt es saisonalen Schwankungen und wenn du die Daten in GA4 bereits miterfasst, stehst du nächstes Jahr nicht vor dem Problem, dass du keinen Jahresvergleich hast. GA4 und UA funktionieren komplett verschieden, denn das Basismodell von GA4 ist ereignisbasiert und nicht wie UA auf Seitenaufrufen basierend, welche schwer zusammenzuführen sind.

Da GA4 deutlich anders funktioniert, solltest du dich auch in der Zwischenzeit schon einmal mit der neuen Benutzeroberfläche vertraut machen und dir über die Einrichtung von Events Gedanken machen.

Worauf gilt es zu achten beim Umstieg auf GA4?

Ein großer Vorteil von GA4 ist der Umgang mit Datenschutzregelungen, so brauchst du im Vergleich zu UA nicht mehr den Befehl anonymizeip, denn dieses wird nun automatisch von Google vollzogen. Ein weiterer Schritt in Richtung Datenschutz ist die Datenaufbewahrung, die im Standardfall nur noch 2 Monate beträgt oder auf 14 Monate umgestellt werden kann.

GA4 bietet zudem mit dem Consent Mode die Möglichkeit, ohne Verwendung von Cookies gewisse Events (z.B. Käufe, Leads, etc.) zu erfassen.

Diese werden bei einem Opt-Out von Cookies natürlich komplett anonymisiert, aber es ist definitiv hilfreich zu wissen, wie viele Käufe man wirklich erzielt hat. Außerdem hat man in diesem Sinne keine Black Box wie bei UA in Hinblick auf nicht trackbare Nutzer.

Ein großer Unterschied ist natürlich auch, dass GA4 nicht nur clientseitig genutzt wird, sondern auch serverseitig Events erhält. Hier ist meist die praktischste Lösung, den serverseitigen Google Tag Manager zu nutzen.

Wie sieht es mit serverseitigem Google Ads Tracking aus?

Hierfür ist es notwendig, dass du bereits Google Analytics 4 nutzt und hier auch Daten an einen serverseitigen GTM sendest. Zusätzlich brauchst du, wie bei der clientseitigen Installation, auch hier eine Conversion-Verknüpfung und ein Google Ads Conversion Tracking Tag.

Im Hintergrund läuft dann ein ähnlicher Mechanismus wie bei der Conversion API von Meta und es wird natürlich ein eindeutiges Event an den Googleserver gesendet.

Fazit:

Wie wir hoffentlich mit diesem Artikel klarmachen konnten, lohnt es sich auch schon jetzt fĂĽr die Zukunft vorzusorgen – nicht mit einem Bausparvertrag, sondern mit der Integration von zukunftsfähigen Lösungen.

 Sicherlich wird es auch in Zukunft noch Ă„nderungen geben, daher sollte man auch immer ein offenes Ohr fĂĽr diese Thematik behalten und sich mit Neuerungen proaktiv auseinandersetzen.

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Carsten Dierks

Carsten ist Performance Marketing Manager bei ZweiDigital. Alles rund ums Advertising gehört zu seinen großen Leidenschaften. Besonderen Wert legt er darauf, aktuelle Trends im Auge zu behalten und für Kunden umzusetzen.

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