Das erwartet euch
ROAS und KUR sind zwei der wichtigsten Metriken für die Umsatzsteigerung im Performance Marketing. Aber was bedeuten die Abkürzungen eigentlich und wie kann man die Kennzahlen am schnellsten berechnen? Wir haben es für euch zusammengefasst.
Wer Social Ads aber wirklich fundiert bewerten will, sollte neben ROAS und KUR auch weitere Kennzahlen wie CTR, CPC oder Conversion Rate im Blick behalten.
Der ROAS
Was ist der ROAS?
Der ROAS steht für Return on Ad Spend, also die Rendite der Werbeausgaben. Gerade bei Facebook Ads gehört der ROAS zu den Kennzahlen, auf die Werbetreibende oft zuerst schauen. Wichtig ist aber, ihn nie losgelöst vom Kampagnenziel zu bewerten. Er wird berechnet, indem man Umsatz durch Ad Spend teilt. Bei einem ROAS von 1,0 ist also zumindest der Umsatz schon einmal so groß wie die Werbeausgaben. In der Realität muss der Wert noch (deutlich) höher sein, um nicht nur Umsatz, sondern auch Gewinne zu erwirtschaften.
Beispiel
Wenn ein Unternehmen 1.500 Euro in Werbung investiert und dadurch 6.000 Euro Umsatz erzielt, liegt der Return on Ad Spend bei 4,0. Das bedeutet: Für jeden eingesetzten Euro fließen vier Euro an Umsatz zurück.
Was ist ein guter Return on Ad Spend Wert?
Häufig möchten Kunden wissen, was ein guter oder schlechter Return on Ad Spend ist. Pauschal kann man das nicht definieren: Wie wir gerade gelernt haben, berechnet sich der Wert nur aus Umsatz und Werbeausgaben. Sonstige Ausgaben für Verpackung, Versand, Lagerhaltung, MitarbeiterInnen und andere Posten sind hier noch nicht mit einberechnet.
Ein Unternehmen, das digitale Produkte oder Dienstleistungen anbietet, kann daher mit einem deutlich geringeren Ergebnis zufrieden sein, da neben den Werbeausgaben nur geringe zusätzliche Ausgaben anfallen. Ein Unternehmen, das mit physischen Gütern arbeitet, muss diese zusätzlichen Kosten mit einkalkulieren und sollte einen deutlich höheren Wert anstreben.
Die wichtigste Erkenntnis:
Ein guter Return on Ad Spend ist immer relativ und muss im Kontext eures Geschäftsmodells und eurer Gewinnstruktur bewertet werden.
Die KUR
Was ist die KUR?
Die KUR kurz für Kosten-Umsatz-Relation ist eine sehr ähnliche Metrik zum Return on Ad Spend. Statt den Umsatz durch die Werbeausgaben zu teilen, wird sie berechnet, indem man Werbeausgaben durch Umsatz teilt und mit 100 multipliziert. Einfach gesagt, ist die KUR der Kehrwert vom ROAS.
Beispiel:
Bei 6.000 Euro Umsatz und 1.500 Euro Werbekosten liegt der Wert bei 25 Prozent. Das heißt, ein Viertel des Umsatzes wurde für Werbung ausgegeben.
Was ist eine gute Kosten-Umsatz-Relation?
Auch beim Thema Kosten-Umsatz-Relation gilt: Die Einschätzung hängt stark von eurer Branche, euren Unternehmenszielen und euren Margen ab.
Grundsätzlich gilt: Je niedriger der Wert, desto effizienter sind eure Werbeausgaben. Denn das bedeutet, dass ein größerer Teil des Umsatzes als Gewinn übrig bleibt. In vielen Fällen gelten Ergebnisse unter 10 Prozent als besonders effizient. Allerdings kann auch eine Kosten-Umsatz-Relation von 15 oder 20 Prozent, je nach Kostenstruktur und Geschäftsmodell, absolut akzeptabel sein. Ein hoher Wert zeigt dagegen, dass ein erheblicher Teil des Umsatzes bereits durch Werbung aufgezehrt wird. In solchen Fällen lohnt sich ein genauer Blick: Wo lassen sich Kosten senken? Oder wie könnt ihr eure Umsätze steigern, um das Verhältnis zu verbessern?
Unser Tipp:
Beobachtet eure Kosten-Umsatz-Relation regelmäßig und vergleicht sie mit Branchenwerten oder euren direkten Wettbewerbern. Das gibt euch ein gutes Gefühl dafür, wie gut ihr aufgestellt seid und wo ihr eventuell noch optimieren könnt, z. B. durch bessere Creatives, gezielteres Targeting, Conversion Optimierung oder effizientere Budgetverteilung.
Warum sollte ich KUR statt ROAS verwenden?
Die Kosten-Umsatz-Relation zeigt direkt, wie viel Prozent eures Umsatzes für Werbung ausgegeben wurden. Für Unternehmen, die ihre Margen gut kennen, ist das besonders hilfreich. Es lässt sich schnell einschätzen, ob die Werbung im Verhältnis zu den übrigen Kosten wirtschaftlich ist oder nicht.
Im Vergleich dazu betrachtet der Return on Ad Spend den Rückfluss pro eingesetztem Euro. Diese Kennzahl ist im Online-Marketing weit verbreitet, lässt sich aber oft schwerer mit internen Zielgrößen abgleichen.
Gerade weil die Prozentangabe der KUR einfacher mit den eigenen Margen und wirtschaftlichen Vorgaben zu verknüpfen ist, nutzen viele Unternehmen sie als praktische Entscheidungsgrundlage vor allem, wenn es darum geht, Budgets zu bewerten oder effizienter zu planen.
KUR- und ROAS-Rechner
Ihr wollt wissen, wie effizient eure Werbung wirklich ist? Dann nutzt unseren Rechner und findet es in wenigen Klicks heraus:
Fazit
Der Return on Ad Spend und die Kosten-Umsatz-Relation helfen euch dabei, eure Werbeausgaben besser einzuordnen. Wichtig ist: Beide Werte sagen nur im richtigen Kontext etwas aus. Was ein guter Wert ist, hängt immer von eurem Geschäftsmodell, euren Margen und Zielen ab. Wenn ihr die Zahlen regelmäßig prüft und richtig interpretiert, habt ihr eine solide Grundlage für bessere Entscheidungen im Marketing.
Ein Werbebudget Kalkulator kann dabei helfen, Kampagnen von Anfang an realistischer zu planen und Budgets sinnvoll an euren Zielen auszurichten.
FAQ
Was ist der Unterschied zwischen ROAS und KUR?
Der ROAS (Return on Ad Spend) zeigt, wie viel Umsatz im Verhältnis zu den Werbeausgaben erzielt wird. Die KUR (Kosten-Umsatz-Relation) hingegen gibt an, wie hoch die Werbekosten im Verhältnis zum Umsatz sind.
Der wichtigste Unterschied:
ROAS fokussiert sich auf den Ertrag, während die KUR die Kostenstruktur in den Vordergrund stellt.
Beide Kennzahlen sind eng miteinander verbunden, liefern aber unterschiedliche Perspektiven auf die Performance von Kampagnen.
Was ist besser: ROAS oder KUR?
Das lässt sich nicht pauschal sagen, denn es kommt auf das Ziel an.
- ROAS eignet sich besser, wenn der Fokus auf Wachstum und Skalierung liegt
- KUR ist hilfreicher, wenn Wirtschaftlichkeit und Margen im Vordergrund stehen
In der Praxis werden beide Kennzahlen häufig kombiniert genutzt, um sowohl Effizienz als auch Profitabilität im Blick zu behalten.
Wie berechnet man ROAS und KUR?
Die Berechnung beider Kennzahlen ist relativ einfach:
- ROAS = Umsatz ÷ Werbekosten
- KUR = Werbekosten ÷ Umsatz × 100
Während der ROAS als Faktor dargestellt wird (z. B. 4), wird die KUR in Prozent angegeben (z. B. 25 %).
Wann sollte man die KUR statt den ROAS verwenden?
Die KUR ist besonders dann sinnvoll, wenn es um die Bewertung der Wirtschaftlichkeit geht.
Typische Anwendungsfälle:
- bei festen Margenvorgaben
- bei der Budgetplanung von Kampagnen
- zur Einschätzung der Profitabilität
- wenn Kosten stärker im Fokus stehen als Wachstum
Gerade für Unternehmen mit klaren Zielmargen ist die KUR oft die praxisnähere Kennzahl.
Was ist ein guter ROAS oder eine gute KUR?
guter ROAS oder KUR hängt vom Ziel und Geschäftsmodell ab:
- ROAS: Höher ist besser, aber nur im Zusammenhang mit der Marge sinnvoll.
- KUR: Niedriger ist besser, aber auch hier spielt die Marge und Kostenstruktur eine Rolle.
Wichtig: Beide sollten im Kontext von Marketingzielen und Wirtschaftlichkeit bewertet werden.
Warum sind ROAS und KUR allein nicht ausreichend?
ROAS und KUR sind wertvoll, aber ohne sauberes Tracking und den Kontext weiterer KPIs wie CTR und CPC sind sie nur bedingt aussagekräftig.
Fazit: Eine ganzheitliche Betrachtung bringt die beste Einschätzung der Kampagnen-Performance.
Performance Marketing Agentur
ROAS und KUR gehören für uns als Performance Marketing Agentur zum Alltag. Egal ob bei Meta, Google, LinkedIn oder anderen Plattformen, sie helfen uns dabei, Kampagnen messbar zu machen. Für viele unserer KundInnen ist genau das der Startpunkt, um gemeinsam zu verstehen, wie effizient ihre Werbung wirklich läuft.
Ob bestehende Strategie oder kompletter Neuaufbau, wir schauen, was sinnvoll ist, was machbar ist und wo noch Potenzial steckt.
Rechts seht ihr eine Auswahl an Unternehmen, die wir dabei begleiten, mit individuellen Zielen, unterschiedlichen Budgets und einem klaren Fokus auf Ergebnisse.